Tuesday, October 31, 2006

Der zweite Tag... (hat so was apokalyptisches)

Heute bin ich dann mal pünktlich erschienen, war auch tatsächlich ganz informativ, wobei es echt ein wenig den Spaß am Essen vermiest (keine Angst, Mirko, nicht von Dauer). Also um es nochmal vom Start her zu erklären: Ich bin hier in der Diabetes Akademie Bad Mergentheim um an einem Block-Unterricht zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin teilzunehmen, d.h. keine frühe/späte Selbsterkenntnis, keine Flucht von der Insel, und das ganze im Interesse unserer Patientenversorgung, da auch bei uns die Anzahl derer in der BMI-Doppel-Plus-Klasse weiter ansteigt. Wohnen darf/muß ich im Hotel Maritim Bad Mergentheim (aufgrund der strategischen Nähe zum Veranstaltungsort ausgewählt, 300m zu Fuß). Ruhig, sauber, Betten gut...und endlich der Restaurantbericht: Normale Karte ergänzt durch landestypische (Taubertal für die Geographie-Muffel) Spezialitäten sowie ein aktuelles Monatsangebot. Gut verarbeitet, mittlere Preislage, kein Saliba-Niveau (für die Unwissenden guckst Du www.saliba.de) aber adäquate Versorgung. Vorgestern Rehmedaillons an Preiselbeersauce mit Rosenkohl (naja) und Schupfnudeln,gestern Schweinefilet an Senfrahm mit Bohnebündeln und Kartoffelrösti. Bericht von heute abend folgt noch...

Bad Mergentheim an sich (http://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Mergentheim) ist eine kleine, verschlafene Kurstadt (nebenher der größte Kurort in Baden-Würtemberg, größer als Baden-Baden, ja...gemessen an Zahl der Kur/Rehabilitationsbetten), wie viele Kurorte eine Stadt offensichtlich im Niedergang. Bei der Anreise (siehe zwei Einträge vorher) hat sich der Taxifahrer vom Bahnhof zum Hotel beschwert ich sei erst der zweite Fahrgast an diesem Tag und ich dachte ich bin wieder im Osten gelandet...hmmm? Im Hotel hatte ich dann zunächst das Gefühl der einzige Gast zu sein (lustig, aber auch ein bißchen gruselig), sind aber doch noch ein paar mehr hier...

Jetzt gehe ich mal das Schwimmbad testen, danach nochmal was essen. Bericht folgt...

3 Comments:

Blogger mj said...

Was empfehlen die denn an Literatur? Daran kann man doch leicht anschätzen, ob das Ganze nur zur Zusatzbezeichnung und somit für die zum Geldverdienen gemacht wird, oder ob da wirklich Passion hinter steht!
Das wir alle zu hochkalorisch essen ist doch klar und dass die Portionen in den letzten Jahren immer größer wurden ist spätestens seit dem Film 'Super-Size ME' allen bekannt.
Der Trick ist einen Weg zu finden, wie wenig, niederkalorisch besser schmeckt, als das hochkalorische Essen, dass in Deutschland z.Z. gängig ist. Das schaffen die Chinesen mit Ihrem Glibberkram und teilweise superscharfen Essen schon recht gut. Dank McD et al. werden die Jungen aber auch hier(Shanghai) schon dicker, immerhin so mehrlich, dass Air China die Sitze in den Flugzeugen ändern muß! Ich bin froh, das ich mit der Bahn fahre!

12:25 AM  
Blogger Joachim said...

Grade Du als Verfechter valider Daten solltest doch verstehen das man mit dem bloßen "jo friss halt nicht so viel" nicht wirklich weiterkommt. Als Literatur empfehlen die von Thieme "Ernährungsmedizin" gemäß Curriculum der BÄK, hab ich auch schon, Lehmanns-Online-Bookshop sei Dank. Also vom Eindruck steht da schon Überzeugung hinter, und im Vergleich zu anderen nicht-industrie-gesponsorten Fortbildungen ist es noch (vergleichsweise) günstig...mit Botox-Seminaren kann man sicher mehr verdienen. Und der Haken mit dem Dicksein liegt nicht nur auf der Einnahmeseite sondern auch bei den Ausgaben, der durchschnittliche deutsche Sesselhocker mit 700m Gehstrecke pro Tag ist da ein guter Ausgabenvermeider...

12:21 PM  
Blogger mj said...

Also das mit dem Ausgabenvermeider halte ich für eine ziemlich lahme Erklärung: Der Sesselhocker ißt auch die guten Chipse und wird bei McD immer Maxi/Mega oder wie auch immer das jetzt gerade heißt. Nur ist halt die Reduktion der Eingangsseite deutlich schwieriger! Mit BMI jetzt unter 35kg/m^2 darf ich das sagen! Bis ich unter 20kg/m^2 bin muß ich hier in China wohl mehrmals überwintern...

2:32 PM  

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