Saturday, November 11, 2006

Endlich geht es weiter

So, auf vielfachen Wunsch und nach einigem Genörgel *in-Richtung-China-schiel* endlich die Fortsetzung. Da ich mittlerweile erfolgreich zurück bin teile ich das ganze in verschiedene Bereiche auf:

Der weitere Kursverlauf:
Nach dem Highlight mit unserem promoviertem Sofakissen (ich habe mittlerweile gelernt das die korrekete Gattungsbezeichnung derartiger Frauen in Frankfurt "Taunusschnecke" lautet...Danke, Annette) folgten noch ein paar minder interessante Folgen, ein geriatrisch angehauchter Emeritus aus Neustadt an der Saale (an sich schon Höchststrafe) erzählte uns von seinen Problemen nach besagter Emeritierung, keiner wollte ihn mehr haben, nicht einmal im Osten, deswegen macht er jetzt Entwicklungsmedizin bzw. Ärzte ohne Grenzen. Grundsätzlich eine gute Einrichtung, nicht das ich hier in einen falschen Stallgeruch komme, aber müssen verdiente Ärzte nach einem aufopferungsvollen Leben unbedingt unsere -teuer bezahlte- Kurszeit damit füllen uns Schwänke aus ihrem Leben zu erzählen? Offen für Kommentare... An diesem Kollegen waren noch die hartnäckigen Versprecher ein Grund zur Freude, er sprach konsequent und wiederholt von den Mikroaneurysmen im Joghurt...hoffentlich hat der Joghurt einen guten Neuroradiologen, nicht wahr (kleiner Gruß nach Murnau)!

Ein echtes Highlight war wiederum der schon angekündigte Dermatologe aus Künzelsau (richtig, die mit "Wir können alles außer Hochdeutsch"), der uns munter schwäbelnd über die Probleme mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten, -allergien und Pseudoallergien berichtete...unvergessen sein heroischer Einsatz in der Pizzeria "Romantica" in Heilbronn. Nachdem einer seiner Patienten eine deutliche Histamin-Reaktion nach Genuss einer Pizza "Quattro Stazione" (O-Ton, Pizza vier Bahnhöfe?. Anm. der Red.) gezeigt hatte kletterte unser Schwaben-Quincy am Küchenfenster besagter Pizzeria empor um sehen zu müssen wie ein krimineller Pizzabäcker mit einem Teigschaber die Belagreste nicht aufgegessener Pizzen abkratzte um sie auf neuen Pizzen zu verteilen...yöks, da gehe ich nicht hin! Beachtlich wird dieser körperliche Einsatz dadurch das der Kollege nicht nur den gleichen Schneider wie Helmut Kohl sondern auch dessen BMI hat...

Nachdem ich mir am Montagmorgen dann die Hospitation in der Dialyse-Praxis geklemmt habe (war auch wirklich nicht spannend) durften wir am Nachmittag einer Ernährungsgruppe in der Klinik beiwohnen...ohne Worte.

Das letzte Highlight war dann Dienstag abend das gemeinschaftliche Ausfüllen des Abschlußtestates neben einem exzellenten Essen...ja, das gab es tatsächlich, allerdings nicht in Bad Mergentheim, aber das ist ja schon die Überleitung zum nächsten Themenkomplex.

Nach erfolgreich bestandenem Testat (!!) und salbungsvollen Worten des Kursleiters dürfen wir uns also jetzt alle "Ernährungsmediziner" nennen...hmmm, fühlt sich aber noch nicht anders an als vorher.

1 Comments:

Blogger Pazifistin said...

Ja Servus!

Schön, das Ganze im trauten Heim noch einmal Revue passieren zu lassen. Abgesehen von der Tatsache, daß für die mir wirklich neuen Erkenntnisse über die Ernährungsmedizin ein entspannter Kursvormittag gereicht hätte, und natürlich von Bad Mergentheim an sich, fand ich die Zeit doch recht amüsant, dank Euch und einigen anderen Kursteilnehmern. Und meine Katzen haben die Zeit ohne mich erstaunlicherweise auch überstanden. Alles wird eben gut.

Nächste Woche mache ich gleich weiter und darf mich dann nicht nur Ernährungsmediziner nennen, sondern endlich auch Psychopath! (ich weiß, ist für Dich schon ein alter Hut...)

Vielleicht verschlägt es Euch ja doch mal in den Süden, dann kommt uns bitte besuchen, hier werden die Mikroaneurysmen im Joghurt auch garantiert sofort behandelt, und eine "Pizzeria Romantica" gibt es nicht, versprochen!

Mit den herzlichsten Grüßen durch ganz Deutschland, auch an Brigitte,
Barbara

4:12 PM  

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